Stöckener Bad und Fössebad endlich ausbauen!

Es gibt seit Jahren einen dringenden Sanierungsbedarf bei den städtischen Bädern. Mit Hinweis auf eine zu erstellende Bäderanalyse wurden notwendige Baumaßnahmen von Rat und Verwaltung jahrelang verschleppt. Dieses Hinauszögern rächt sich jetzt: Mit über 40 Millionen Euro müssen die hannoverschen Bäder saniert werden, künftig sind dafür jährlich 3 Millionen Euro vorgesehen. Ein Projekt, das sich nach derzeitigen Planungen 15 Jahre (bis 2029) hinschleppen soll.

Stoppt die CDU-/FDP-Schließungspläne für das Stöckener Bad!

Schon 2010 hat die Verwaltung gedroht, das Hallenbad Stöcken zu schließen. Das Totschlag-Argument, dass Bäder öffentliche Zuschüsse brauchen, wurde immer wieder aufgetischt. Nach lauten Protesten 2010 reihten sich Bezirksratspolitiker ein und auch Ex-Oberbürgermeister Weil kam dazu. Sie verkündeten ein Ja zum Stöckener Hallenbad. Auch der Bezirksrat bewegte sich: Sicherung des Hallenbades durch Ausbau. Ein Kleinkinderbereich wurde immer wieder gefordert, vernachlässigt wurde allerdings die Dringlichkeit für ein Lehrschwimmbecken. Gegenwärtig bekommen die Stöckener Kinder die ersten Schwimmstunden im kleinen Becken der Wilhelm-Schade-Schule. Erst danach kann der Schwimmunterricht im großen Becken des Hallenbades fortgesetzt werden. Jedoch ist inzwischen die VW-Kita an das Hallenbad herangebaut worden und auf der Fläche der früheren Terrasse des Bades wird zur Zeit gebuddelt. Gibt es da noch Platz für den Kleinkinderbereich und ein Lehrschwimmbecken? Die Schließung dieses Bades, wie es jetzt wieder von CDU- und FDP-Ratspolitikern angedroht wird, wäre eine Bankrott-Erklärung der Sozialen Stadt Stöcken, die Verbesserungen der städtebaulichen und sozialen Bedingungen für die Bürger als Ziel hat. „Wenn das Stöckener Bad entfällt, können wir unsere Schwimmsparte mit rund 250 Mitgliedern schließen“, sagt die Vorsitzende des Turnerbundes Stöcken Ursula Sievert (HAZ, 13. Nov.).Das Stöckener Bad hat viel zu bieten: Es ist behindertengerecht ausgebaut. 2007 wurde eine Sauna mit japanischem Garten eingerichtet. In den Sommerferien wurde der Duschbereich modernisiert. Das Zuschuss-Argument muss vom Tisch: Welche öffentlichen Einrichtungen (z.B. Freizeitheime) brauchen nicht Zuschüsse? Wofür werden Steuern gezahlt?

Wir fordern eine Informationsveranstaltung des Bezirksrates und ein eindeutiges Bekenntnis der Politiker zum Ausbau des Hallenbades Stöcken mit Kleinkinderbereich und Lehrschwimmbecken.

Rats-Grüne Rücksichtslosigkeit beim Fössebad

Soll der 900. Geburtstag Lindens durch die Schließung der Stadtbibliothek Limmerstraße und durch unzureichende, widersprüchliche Ratsentscheidungen in Sachen Fössebad „gefeiert“ werden? Seit nunmehr
über zwei Jahren verfügt das beliebte Traditionsbad im bevölkerungsreichen Stadtbezirk Linden-Limmer wegen des gesperrten Außenbeckens über keine Freibademöglichkeit mehr (schöne Spiel- und Liegewiese, aber kein Wasser). Mit Hinhaltesprüchen und vagen Versprechungen wurden Sanierungsbestrebungen – wie es das vernünftige und realisierbare Konzept der Betriebsgesellschaft vorschlägt – bisher „abgebügelt“.
Nur als asozial kann man das Vorgehen einiger Ratspolitiker charakterisieren. Während FDP-Engelke bei der Bäderanalyse schnell über Schließungen spekulierte, kam ausgerechnet vom sportpolitischen Sprecher der GRÜNEN im Rat, Mark Bindert, der dubiose Vorschlag, zu überprüfen, ob die Fläche des jetzigen Fössebades nicht für Wohnungsbau vermarktet werden könne! Unlängst präsentierte Bindert erneut eine Variante grüner Ratsgedankenlosigkeit, indem er das Fortbestehen des Freibades infrage stellte. Notwendig und längst überfällig ist eine garantierte Standortsicherung mit einen vernünftigen Gesamtkonzept, inklusive einem Freibadneubau, der zügig umgesetzt wird und nicht erst wie vorgesehen 2019. Wenn der politische Wille bei SPD und GRÜNEN vorhanden wäre, könnten die Finanzmittel für den Neubau des Außen-
beckens bereits in den Haushaltsberatungen im Dezember berücksichtigt werden. Eindeutig und nachvollziehbar ist die Stellungnahme von Bernd Seidensticker von der gemeinnützigen Fössebad Betriebsgesellschaft: „Ich hoffe, dass wirklich saniert wird und nicht Zeit geschunden wird. Nicht reden, sondern handeln!“