Alle Jahre wieder: Üstra Preiserhöhungen

Das Weihnachtslied „Alle Jahre wieder“ hat in der Region Hannover inzwischen schon einen bitteren Beigeschmack. Alljährlich zum Jahresende kommt neben dem besungenen Christkind nämlich auch die nächste Preiserhöhung für die Nutzung von Bahnen, Bussen und Zügen in Hannover und dem Umland. So bescheren uns zum Jahreswechsel rot-grüne Politiker/innen erneut einen Griff ins Portemonnaie: Rund 3,25 Prozent beträgt die vorgesehene durchschnittliche Steigerung der Tarife.

Ein Einzelfahrschein für eine Zone wird beispielsweise ab 1. Januar 2,60 Euro (plus 10 Cent) kosten, um 20 Cent teurer wird das Tagesticket für zwei Zonen (neuer Preis: 6,40 Euro). Für Monatskarten müssen künftig bis zu 3,70 Euro mehr bezahlt werden. „Sehr moderat“, nennt der verkehrspolitische Sprecher der SPD Mönkeberg die Tariferhöhungen und der Geschäftsführer des Großraum-Verkehrs Hannover Mattern verkündet vollmundig: „Schrittweise Fahrpreiserhöhungen werden weiter jedes Jahr kommen.“ So wird Mobilität zum Luxusgut, das sich nur noch Besserverdienende leisten können. Wir sagen: Öffentliche Verkehrsmittel müssen dem Allgemeinwohl dienen und dürfen nicht Gewinnerwartungen unterworfen werden. Deshalb: Runter mit den Üstra-Preisen für alle! Erwerbslose und Geringverdienende haben einen Anspruch auf Nulltarif! Geld ist genügend vorhanden, wenn man es nur politisch auch tatsächlich will. Übrigens: SPD und GRÜNE haben die Verwaltung auch beauftragt, ein Konzept für einen attraktiven Nahverkehr zu erstellen. Denkbar sei unter anderem „eine Karte für die Weihnachtszeit.“ Unser Vorschlag: Preisstopp und Preissenkung wären doch mal ein schönes Weihnachtsgeschenk!