Berufsverbote im Landtag: Gewerkschaften fordern Entschädigung für Betroffene

Erstmalig hat sich der Innenausschuss des Niedersächsischen Landtages in einer Anhörung mit dem Thema „Radikalenerlass“ und Berufsverbote beschäftigt. Wegen des starken öffentlichen Interesses wurde die Veranstaltung in den Plenarsaal des Landtages verlegt. Dort verdeutlichten Lea Arnold und Rüdiger Heitefaut für den DGB-Bezirk die Notwendigkeit der historischen Aufarbeitung und machten konkrete Vorschläge zur materiellen Entschädigung der Betroffenen. Die betroffene Lehrerin Cornelia Booß-Ziegling schilderte die damalige Praxis und formulierte vom Rednerpult des Landtages aus die Forderung nach Rehabilitierung. SPD und GRÜNE befürworten die Einrichtung einer Landtagskommission zum Thema Berufsverbote, für die DGB, GEW und Betroffene ihre konstruktive Mitarbeit angekündigt haben.