Pressemitteilung: Steintorplatz muss frei bleiben!

DKP: Die Stadt den Menschen – nicht dem Profit!

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) Hannover wendet sich gegen die Planung, den Steintorplatz mit zwei Betonklötzen vollzubauen. Sie kritisiert, dass die Stadtverwaltung mit dem Düsseldorfer Unternehmen „Centrum“ nach monatelanger Kungelei im Geheimen nun Fakten schaffen wolle, wobei der Bevölkerung erst jetzt ein Beteiligungsverfahren angeboten werde.

Dem Ausverkauf öffentlicher Räume – wie Klagesmarkt, Marstall und Köbelingermarkt – müsse dringend Einhalt geboten werden. Sonst sei nach dem angestrebten Verlust des Steintorplatzes als letzte städtische Baulücke auch noch der Opernplatz dran, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bislang biete der Steintorplatz noch großzügigen Stadtraum, Freifläche für Veranstaltungen verschiedenster Art – für Feste, Märkte, Sportveranstaltungen und Kundgebungen. Ein Platz zum Verweilen und Ausruhen. Der abgelegenere Goseriedeplatz sei kein Ersatz dafür.

Die DKP bezeichnet das Vorhaben als überflüssiges Profitprojekt, das von Stadt, Politik, Unternehmen und dem auftraggebenden Madsack-Konzern betrieben werde. Der Verdrängungswettbewerb des Innenstadt-Handels wird durch das Vorhaben weiter angeheizt und ein paar teure Luxuswohnungen werden über den vorgesehenen Kommerzbauten als „Studentenwohnungen“ gepriesen. Die Zielstellung sei dabei, dass das jetzt schon umstrittene Bauprojekt ohne größere Proteste realisiert werden könne.

Profiteure seien – nach Meinung der DKP – ausschließlich Investoren, Immobilien- und Bauunternehmen, Handelskonzerne und Banken. Verlieren werden Mieter und die hannoversche Bevölkerung, denen ihre öffentlich genutzten Plätze genommen werden. Anstatt die Attraktivität des Platzes zu steigern, beabsichtige man, ihn aus dem Stadtbild verschwinden zu lassen.

Nach Auffassung der DKP Hannover muss man sich gegen diese Entwicklung mit kreativem, massenhaftem Widerstand wehren.