Stoppt den Krieg in Syrien! Die Profiteure sollen zahlen!

Es ist Krieg in meinem Heimatland, in Syrien. Der Krieg wird im März fünf Jahre alt, fast so alt wie meine große Tochter. Nach fünf Jahren kann ich meine Familienangehörigen, die noch in Syrien leben, an den Fingern einer Hand zählen.

Ich bin keine Ausnahme in Syrien. Syrien zählte vor dem Krieg noch 20 Millionen Einwohner, inzwischen haben etwa 4 Millionen das Land verlassen. Weitere 7 Millionen sind Binnenflüchtlinge. Wir reden also von 11 Millionen Menschen, die auf der Flucht sind. Oder anders gesagt, jeder zweite Syrer ist Flüchtling geworden und von den weltweit 60 Millionen Flüchtlingen kommt jeder Sechste aus Syrien.

Verantwortlich für die Flucht ist nicht in erster Linie die Assad-Regierung. Das Land hatte ein kostenloses Gesundheits- und Bildungssystem. Das beantwortet auch die Frage, warum so viele gut ausgebildete Syrer in Deutschland sind. Es gab auch keine Feindschaft zwischen den verschiedenen religiösen Gruppierungen. Ursächlich für die Flucht ist der terroristische Krieg, der zwar von den USA begonnen, aber von der Nato und somit auch von Deutschland politisch wie militärisch mit unterstützt wurde und weiterhin wird. Deutsche Waffen landen über den Umweg Saudi-Arabien in die Hände von Islamisten.

Wer Kriege sät, soll sich über die Opferernte nicht wundern. Jedenfalls sollten die Verursacher und Profiteure des Krieges – darunter auch deutsche Rüstungskonzerne – zur Kasse gebeten werden, wenn es um die Kosten für die Flüchtlinge geht.  Aram