Tag des Widerstands – Tag des Gedenkens

Gedenkstunde am Mahnmal für das ehemalige Gerichtsgefängnis Hannover

Am 8. Mai feiern wir die Befreiung vom Terror des Deutschen Faschismus, der viele Millionen Todesopfer gefordert hat. Die Nazi-Herrschaft begann mit der Zerschlagung des antifaschistischen Widerstands, den besonders Angehörige der Parteien und Organisationen der Arbeiterbewegung geleistet hatten. Polizei und Justiz dienten dabei dem Faschismus in großen Teilen als willige Helfer. Das Mahnmal für das ehemalige Gerichtsgefängnis am Raschplatz ist dafür ein Symbol. Wir gedenken dort aller Opfer der Nazi-Justiz.

Eine große Zahl der Träger des faschistischen Justizterrors kam jedoch bald nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland wieder in Amt und Würden. Ihre „Erfahrung“ wurde gebraucht, um besonders den Widerstand gegen die Wiederaufrüstung dieses Staates im Rahmen der NATO zu brechen. Viele Kommunisten und Pazifisten wurden von ihnen erneut in die Gefängnisse geschickt. So kamen manche erneut in das Gerichtsgefängnis Hannover. Auch denen gilt unser Gedenken.

Montag, 9. Mai 2016, 16:30 Uhr
Mahnmal Gerichtsgefängnis Hannover
Lister Meile/Ecke Hamburger Allee, Hannover