Protest notwendig: Sparkasse Hannover will 19 Filialen schließen!

Limmer, Linden-Süd, Calenberger Neustadt und Davenstedt künftig ohne Sparkasse?!

Nachdem die Sparkasse bereits in diesem Frühjahr das kostenlose Girokonto abgeschafft hat (derzeitiger Preis: 7 Euro) und die Kunden mit saftigen Preiserhöhungen belastet hat, soll der Kundenservice jetzt massiv abgebaut werden. Bis Ende 2019 will die Sparkasse Hannover in Stadt und Umland 19 Filialen schließen, davon allein acht im Stadtgebiet.  

Nach den Plänen von Sparkassenchef Jagau sowie des Verwaltungsrats-Vorsitzenden, Oberbürgermeister Schostok, sollen die Stadtteile Limmer, Linden-Süd, Calenberger Neustadt und Davenstedt künftig ohne eigene Sparkasse auskommen. Damit nicht genug: 14 weitere Standorte im Einzugsbereich sollen auf Selbstbedienung umgestellt werden und 10 andere sollen nur noch an zwei Tagen in der Woche geöffnet haben.

Begründet wurden diese kundenfeindlichen Einschränkungen, die mit dem Abbau von 200 Arbeitsplätzen verbunden sind, mit schwindenden Zinsgewinnen und verändertem Verbraucherverhalten (Online-Banking). Auch angesichts schon unverschämt zu nennender Vorstandsgehälter (Jahreseinkommen von Herrn Jagau 2014: 613.661 Euro) sind diese Planungen asozial, große Teile der Bevölkerung werden einfach abgehängt. Besonders ältere Menschen, Mitbürger/innen mit Handicap sowie Mütter mit kleinen Kindern trifft es besonders hart, weil eine wohnortnahe Versorgung gerade für sie nicht mehr möglich wäre.

Dabei sollten doch gerade kommunale Banken einen öffentlichen Auftrag erfüllen und das kommunale Gemeinwesen stärken. Nicht der Aufbau von Barrieren, sondern ihre Beseitigung sollte das Ziel sein.

Mit Recht übten der Sozialverband Deutschland (SoVD) im Namen von 33.000 Mitgliedern in der Region und der Seniorenbeirat scharfe Kritik. Nur durch den massiven Protest der Bevölkerung in Stadt und Region, unter Einbeziehung von Bezirksräten, Räten und Regionsversammlung, wird das haarsträubende Vorhaben zu verhindern sein.

Folgende Filialen sollen in Hannover geschlossen werden: Calenberger Straße (Mitte), Davenstedter Markt (Davenstedt), Deisterplatz (Linden-Süd), Franz-Nause-Straße (Limmer), Lister Meile (Mitte), Engelbosteler Damm (Nordstadt), Schierholzstraße (Groß-Buchholz), Vier Grenzen (List)

Diese hannoverschen Filialen sollen Selbstbedienungs-Standorte werden: Am Mittelfelde (Mittelfeld), Elmstraße (Sahlkamp)

Sollen künftig nur noch an zwei Tagen in der Woche geöffnet sein: Pumpstraße (Anderten), Schwarmstedter Straße (Heideviertel)

Am 23. 2. wird es um 16:30 Uhr an der Sparkassenfiliale in der Deisterstaße / Ecke Deister Platz eine Protestaktion geben. Komm doch vorbei!