Voll daneben!

Die Weihnachtszeit ist vorbei. Die Weihnachtsmärkte sind abgebaut, doch wir erinnern uns – da war doch was? Ja!

Rumms! Der hat gesessen! Ein Polizist, der für Sicherheit auf dem Hannoverschen Weihnachtsmarkt sorgen sollte, schoss mit seiner Maschinenpistole in den Rasen. Ein Kollege von ihm brachte die gleiche Nummer auf einem Kasernengelände der Polizei. Glück gehabt: Die Stiefel blieben heile und auch sonst kam niemand zu Schaden.

Aber im Ernst: Eine Maschinenpistole ist eine gefährliche Waffe. Eine Maschinenpistole ist eine militärische Waffe, die geeignet ist, auf kurze Entfernung ein Blutbad anzurichten. Wir fragen, wie sollen Polizisten mit Maschinenpistolen in einer Menschenmenge „Sicherheit“ gewährleisten? Wie soll das gehen, wenn sie noch nicht einmal mit diesen Waffen umgehen können? Nebenher gefragt: Wofür brauchen wir in Niedersachsen noch einmal 1.500 (in Worten: eintausendfünfhundert) Polizisten mehr?

Der sogenannte islamische Terrorismus ist ein Ergebnis der Politik der großen Staaten des „Westens“ und der überholten Monarchien im arabischen Raum. Es gäbe diesen Terrorismus nicht, wenn die USA nicht in der 1980er Jahren begonnen hätten, solche Kräfte im Kampf gegen die fortschrittliche Regierung in Afghanistan und die damalige Sowjetunion aufzubauen. Es gäbe diesen Terrorismus nicht, wenn die USA, Frankreich, England und eine Handvoll von arabischen Staaten, die mit dem Westen verbündet sind, nicht diese Kräfte finanziert und aufgebaut hätten, um die syrische Regierung zu stürzen. Nebenher: Auch die Bundesregierung hat sich hier mehr oder minder offen beteiligt. Nun kommen die Ausläufer des sogenannten islamischen Terrorismus in die Länder zurück, deren Regierungen ihn erst richtig stark gemacht haben. Machen wir uns nichts vor: Mehr Polizisten bringen nur mehr Polizeistaat. Dem Terror das Wasser abzugraben heißt in erster Linie, seine Unterstützung durch „unsere“ Regierungen einzustellen und die blutige Einmischung in die islamischen Länder zu beenden.