Frieden und Zusammenarbeit mit Russland

Aus dem Hannoverschen Volksblatt, der Zeitung der DKP Hannover; Ausgabe September

Am 22. Juni 1941 überfiel das faschistische Deutsche Reich die Sowjetunion. Es war das zweite Mal im letzten Jahrhundert, dass deutsche Truppen in Russland einfielen. Von den 55 Millionen Kriegsopfern hatte allein die Sowjetunion 27 Millionen zu beklagen.

Russland bzw. die Sowjetunion dagegen haben noch nie Deutschland angegriffen.

Im 80. Jahr nach dem deutschen Überfall stehen wieder deutsche Soldaten – zusammen mit anderen Nato-Truppen – im Baltikum an den Grenzen zu Belarus und Russland. Die Nato dehnt ihr Einfluss- und Aufmarschgebiet immer weiter in Richtung Russland aus. Seit letztem Jahr werden Großmanöver der Nato in Osteuropa durchgeführt. 2020 mit 40.000 Soldaten im Baltikum und 2021 mit 28.000 Soldaten auf dem Balkan. US-Raketenbasen mit Russland als Ziel sind in Polen und Rumänien errichtet. Die US-Luftwaffe hat 2020 strategische Atombomber auf der norwegischen Militärbasis Ørlandet bei Trondheim stationiert.

Die aggressivsten Kriegstreiber in Deutschland rüsten zum neuen Kalten Krieg gegen Russland. Kalter Krieg heißt Spiel mit dem Feuer eines wirklichen, mit modernen Waffen geführten Krieges. Das ist ein verantwortungsloses und brandgefährliches Vorgehen, denn ein solcher Krieg würde große Teile Europas, einschließlich Deutschlands, in den Abgrund reißen. Den aggressiven Kriegstreibern in Deutschland müssen wir in den Arm fallen! Es sind die „Transatlantiker“ in der Reihen der CDU und der SPD und besonders die Spitzenkräfte der Grünen, die ungehemmt gegen Russland geifern.

Nach dem Maidan-Putsch 2014 haben sich im Donbass die Volksrepubliken Lugansk und Donezk aus dem Staatsverband der Ukraine gelöst. Das gegenwärtige Regime in der Ukraine, hervorgegangen aus dem Maidan-Putsch 2014, lehnt eine Beilegung des Bürgerkriegs durch Verhandlungen mit den Volksrepubliken ab. Dieses Regime will von den Verpflichtungen, die die Ukraine im Minsker Abkommen eingegangen ist, nichts mehr wissen und bereitet offen die blutige Rückeroberung des Donbass vor. Unter diesen Umständen darf es nicht verwundern, dass Russland auf dem eigenen Staatsgebiet, angrenzend an die Ukraine, Truppen konzentriert hatte, die dem ukrainischen Regime deutlich gemacht haben, dass Russland ein blutiges Gemetzel im Donbass nicht hinnehmen würde. Es ist hochgefährlich, dass die USA, die Nato und die EU die Kriegstreiber in der Ukraine unterstützen, um die Konfrontation gegenüber Russland anzuheizen. Eine ganz große Koalition von Politikern aus CDU/SPD/Grüne betreibt diese aggressive Politik.

Schluss mit der Politik der Konfrontation und des Säbelrasselns!

Nur eine Politik der Entspannung verhindert einen neuen Krieg.

Alle Kraft für Frieden und Zusammenarbeit mit Russland.