Kategorie: Hannoversches Volksblatt

Das neue Hannoversche Volksblatt ist da!

Das neue Hannoversche Volksblatt findest du hier: September 2018 01

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Der Steintorplatz ist ein bedeutender „Freiraum“ in der City

Aktion der DKP Hannover auf dem Steintor

Für die abstruse Idee von SPD, GRÜNEN und Stadtverwaltung den Steintorplatz mit zwei sechsstöckigen Kaufhausblöcken vollzubauen, gab es stadtweites Unverständnis, Proteste und

bei der letzten Kommunalwahl eine eindeutige Quittung. Nach über eineinhalb Jahren Stillstand wird jetzt eine mehrmonatige 500.000 Euro kostende Bürgerbeteiligung durchgeführt. Vorfestlegungen für die künftige Gestaltung sollen dabei angeblich keine Rolle spielen – aber eine (Mitmach-) Falle scheint durchaus gegeben.

Unsere Anregungen für die Platzgestaltung

Wir unterstützen die Gedanken von PlanerInnen aus Hannover, die diese anlässlich der Auslegung des Bebauungsplans im September 2016 in einer Stellungnahme veröffentlicht hatten:

Die Grundstruktur des Platzes soll nach dem Vorbild der toskanischen Stadt Siena als Halbkreis mit strahlen- förmig gegliederter, robuster Pflasterung beibehalten werden.

Aber die Aufenthaltsqualität mit mehr Grün und Sitzbereichen ist zu verbessern. Dazu werden beitragen:

– Wasserspiele an der Mauer Münzstraße;

– ein weiterer Pavillon auf dem südlichen Platz mit ergänzender Gastronomie mit Außenplätzen und Toiletten.

Ziel ist eine innerstädtische Oase der Ruhe als positiver, erholsamer Kontrast zu den benachbarten, stark frequentierten Haupt- und Geschäftsstraßen.

Auch künftig muss der Steintorplatz Raum für Märkte unterschiedlichen Charakters sein: von Marktschreiern bis Vegetariern, für Sport-Events (Beach-Volleyball), für Feste, für kommerzielle oder wohltätige Präsentationen, nicht zuletzt für politische Aktionen und Demonstrationen – alles auf einem zentral gelegenen Innenstadt-Platz. Die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung insbesondere die Belange von Sport, Freizeit und Erholung sind hier zu berücksichtigen.

Auf diesem Platz sollen sich auch künftig die unterschiedlichsten Kulturen begegnen – auf einem Platz für das Volk, nicht nur für die Oberschicht und den Kommerz!

So könnte der Steintor aussehen!

Zum Internationalen Frauentag

                             

Altes KPD Plakat

                            100 Jahre Frauenwahlrecht – wir wollen mehr!

 

Erstmalig konnten Frauen in Deutschland 1919 an den Wahlen zum ersten Parlament der jungen Weimarer Republik teilnehmen. Die verfassungsrechtlichen Grundlagen dafür wurden 1918 in Weimar geschaffen.

Dem war ein langer, harter Kampf vorausgegangen.

Die Erinnerung an dieses Ereignis ist sicher ein Meilenstein im Kampf um die Gleichberechtigung und ein Grund zum Feiern.

Aber damit war die Gleichberechtigung noch lange nicht erreicht.

Wenn damit, dass Frauen auch gewählt werden können alles gut wäre, müssten wir in der Umsetzung unserer Forderungen schon viel weiter sein, schließlich haben wir eine Kanzlerin.

Stattdessen verdienen Frauen immer noch im Durschnitt ca. 22% weniger als Männer. Viele Berufe in denen Frauen arbeiten (z. B. Pflege, Handel,) werden schlecht bezahlt.

Frauen, die nach der Geburt ihrer Kinder wieder arbeiten wollen, haben es durch fehlende Kindergartenplätze und Betreuungseinrichtungen schwer.

Nur 27% der Frauen mit Kindern unter 6 Jahren arbeiten in Vollzeit, dafür 96% der Männer.

Ohne die Ausbeutung der Frauen z. B. im Niedriglohnbereich oder als „stille Reserve“ zu Hause, wäre der Kapitalismus in seiner jetzigen Form nicht aufrecht zu erhalten.

Was bleibt uns übrig? Wir müssen gemeinsam mit den Männern weiterkämpfen. Gleicher Lohn, bezahlbare Kindergärten, Horte und Krippen, Gleichberechtigung auch in den Köpfen.

Geht in die Gewerkschaften um euch gegen zu niedrigen Lohn zu wehren!

Geht auf die Straße und kämpft um eure Rechte!

Karstadt – Kaufhof Kapitalistische Schacherei auf dem Rücken der Beschäftigten

 

Der österreichische Karstadt-Eigentümer und Immobilienspekulant Rene Benko hat dem kanadischen Kaufhof-Mutterkonzern Hudson Bay Company (HBC) ein Kaufangebot von ca. 3 Milliarden Euro gemacht. HBC hatte die Waren-hauskette erst 2015 für 2,8 Milliarden Euro von dem Düsseldorfer Metro-Konzern übernommen.

Die Übernahme von Kaufhof durch Karstadt wäre der Schlusspunkt einer jahrelangen Übernahme- und Ver-nichtungsschlacht in der Einzelhandelsbranche: Von einst vier großen Anbietern (Karstadt, Kaufhof, Hertie und Horten) bliebe noch ein Anbieter übrig, der gegenüber Ketten wie  Primark, H&M und anderen Einkaufszentren konkurrieren würde. Wenn immer weniger Anbieter sich den Markt aufteilen, nennt man das Monopolisierung – eine typische Erscheinung im modernen Kapitalismus.

Dem Immonilienspekulanten Benko geht es in erster Linie um die lukrativen Innenstadt-Lagen der Warenhäuser, die mit ca. 2,7 Milliarden Euro bewertet werden. Dass dabei bis zu 10.000 Arbeitsplätze von den jetzt noch 40.000 verloren gehen, wird eiskalt mit einkalkuliert. Denn es ist absehbar, dass an Standorten an denen es derzeit Kaufhof und Karstadt gibt, jeweils ein Haus geschlossen wird. Mindestens jedes dritte der 180 Warenhäuser ist daher von Schließung bedroht.Desgleichen werden absehbar die zwei bestehenden Verwaltungen zu einer gemeinsamen  zu-sammmengelegt. Weiterlesen