Gegen das Vergessen: Morgen werden 22 Stolpersteune für Opfer des Faschismus verlegt.

Stolperstein für Kurt Willkomm
Foto von Bernd Schwabe

An zwölf Orten in Hannover werden morgen insgesamt 22 Steine durch den Künstler Gunter Demnig verlegt. Um 9 Uhr wird mit der Setzung von einem Stolperstein für Wolfgang Frommhold begonnen, wenn der letzte um 15.20 Uhr verlegt wurde, sind insgesamt 423 Stolpersteine im Stadtgebiet Hannovers verteilt. Die 10 cm × 10 cm × 10 cm großen Stolpersteine sind als Betonquader mit Messingtafel in den Bürgersteig vor den Häusern eingelassen, in denen die Opfer des Faschismus ihren letzten Wohnsitz hatten. Die Aufschriften informieren über ihren Namen, ihr Alter und ihr Schicksal.

Auch für einen der bekannteren hannoverschen Widerstandskämpfer gegen den Faschismus, den Sozialdemokraten Wilhelm Bluhm (geb.24. Dezember 1898 in Linden), der sich in der Widerstandsbewegung Sozialistische Front engagierte, von den Nazis 1936 verhaftet wurde und am 25. Juli 1942 im KZ Sachsenhausen, Oranienburg starb, wurde vor der Nedderfeldstraße 8 in Linden-Nord ein Stolperstein gesetzt. Zudem ist unweit seines letzten Wohnortes an einem Gebäude des Kulturzentrum Faust in Linden eine Gedenktafel angebracht.

Unter den Opfern, für die bisher Stolpersteine in Hannover verlegt wurden, befinden sich:

1 Deserteur, 12 Homosexuelle, 334 Jüdinnen/Juden, 2 Künstler und Schriftsteller, 9 Opfer der Krankenmorde, 13 politisch Verfolgte, 32 Sinti und Roma, 4 Wehrkraftzersetzer, 2 Zeugen Jehovas.

Wir erinnern in diesem Zusammenhang an den Kommunisten Kurt Willkomm für den 2008 ein Stolperstein in der Lister Meile 83 verlegt wurde.

Nachdem die reaktionärsten Kräfte des deutschen Monopolkapitals 1933 die Regierungsgeschäfte an die Hitler – Faschisten übergeben hatten und darauf die legalen Parteiorganisation zerschlagen war beteiligte sich Willkomm an der Reorganisation der niedersächsischen Sektion der Partei im Untergrund. Am 5. November 1933 wurde er durch die Hannoverschen Gestapo verhaftet. Er verstarb elf Tage später im hannoverschen GestapoHauptquartier an den Folgen der ihm in der Haft beigebrachten Misshandlungen.

Nachdem die reaktionärsten Kräfte des deutschen Monopolkapitals die Regierungsgeschäfte im Frühjahr 1933 an die Hitler-Faschisten übergeben hatten und darauf die legale Parteiorganisation zerschlagen worden war, beteiligte sich Willkomm an der Reorganisation der niedersächsischen Sektion der Partei im Untergrund. Am 5. November 1933 wurde er durch die hannoversche Gestapo verhaftet. Er verstarb elf Tage später im hannoverschen Gestapo Hauptquartier an den Folgen der ihm in der Haft beigebrachten Verletzungen. Weiterlesen

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Rede zur Erinnerungsveranstaltung „Alfred Klose – Aufruf statt Nachruf“

Wir trauern um unseren Freund, Kollegen und Mitstreiter Alfred Klose, der 85-jährig nach einem Schlaganfall am 25. März verstarb. Ein jahrzehntelanges gemeinsames solidarisches Eintreten für die Rechte der Beschäftigten, für Demokratie und sozialen Fortschritt, antifaschistisches Engagement und Internationalismus verbindet uns mit ihm.

Im Rahmen einer bewegenden Erinnerungsveranstaltung im Kulturzentrum „Faust“ mit dem Titel „Aufruf statt Nachruf“ wurde sein vielseitiges Wirken, u. a. als Gewerkschafter, als Mitbegründer des DGB-Chores und als Redakteur von Radio Flora, gewürdigt.

Im Rahmen der Veranstaltung hielt Matthias Wietzer für die DKP Hannover die nachfolgende Rede:

Liebe Familie,  liebe Anwesende,

wir können es immer noch nicht so richtig fassen, dass Alfred tot ist und aus unserer Gemeinschaft gerissen wurde. Liebe, Arbeit, Fürsorge und Solidarität kennzeichnen sein Leben. Ein erfülltes Leben, bei dem es schwierig ist Einzelheiten herauszugreifen und zu würdigen.  Weiterlesen

Aufruf des ZK der Tudeh Partei Iran

Die Notwendigkeit der Mobilisierung der öffentlichen Meinung des Iran und der Welt zur Verhinderung einer neuen schrecklichen Tragödie un der Region!

Nach den letzten Meldungen der vergangenen Tage, steht unser Land an der Grenze einer  sehr gefährlichen militärischen Auseinandersetzung mit der Trump-Regierung. Die Zunahme der Spannungen am Persischen Golf lässt keinen Zweifel daran, dass die reaktionären Kräfte in der Region, an der Spitze das mittelalterliche Regime Saudi-Arabien, das Apartheidregime Israel und ein paar bedeutenden Personen der Administration des Außenministeriums der Trump-Regierung, wie Mike Pompeo und John Bolton, dabei sind, die Vorbereitungen für eine militärischen Auseinandersetzung gegen unser Land durchzuführen. 

Die Tudeh Partei Iran hat in den letzten Monaten betont, dass die regionalen Fragen nur durch die Senkung der Spannungen und im Rahmen des Dialogs und der Verhandlungen zu lösen sind.

Die Unfähigkeit der EU-Länder in Bezug auf den Umgang der wirtschaftlichen Sanktionen der USA gegen den Iran hat dazu geführt, dass der Erdölexport des Iran von 2,8 Millionen Barrel pro Tag auf 700 Tausend Barrel gesunken ist und dadurch die wirtschaftlichen Probleme des Landes drastisch vermehrt sind. Die Fortsetzung so einer Situation ist für unser Land langfristig nicht auszuhalten.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Werktätigen die ersten und hauptsächlichen Opfer jedes Krieges und jeder militärischen Auseinandersetzung sind. Außerdem dienen die Fortsetzung der Spannungen und Existenz eines militarisierten Zustandes der Verstärkung der Unterdrückung in unserem Land.

Wir sind gegen die Einmischung der imperialistischen Länder und der reaktionären Staaten in der Region zur Regime-Änderung im Iran. Die Beseitigung des despotischen Regimes und die Etablierung eines demokratischen und volksnahen Regimes im Iran müssen nur durch den Kampf der iranischen Bevölkerung und ihrer nationalen und freiheitsliebenden Kräfte möglich werden.

Werte Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Der Kampf für die Senkung der Spannungen und der Mobilisierung einer starken Friedensbewegung zur Unterstützung des Friedens in der Region und in der Welt ist eine dringende Aufgabe, die vehement vorangetrieben werden muss.  Es darf nicht zugelassen werden, dass die Kriegsbefürworter in der US-Regierung, in den reaktionären und volksfeindlichen Regierungen der Region und innerhalb des Obrigkeitsregimes des Iran noch einmal einen weiteren schrecklichen Krieg unsere Region bezwingen.

Lasst uns, Hand in Hand mit der Losung „Nein zu den menschenfeindlichen Sanktionen, Nein zum Krieg und Nein zur Diktatur“ und für Frieden in der Region, den Boden für die Beseitigung des Obrigkeitsregimes im Iran ebnen.

Zentralkomitee der Tudeh Partei des Iran, 22.06.2019

Tudeh Info Nr. 119 25. Juni 2019    

Drohender Iran Krieg Offener Brief an die Vorsitzenden der SPD

Der deutsch-iranische Politikwissenschaftler Massarrat hat sich wegen der Kriegsgefahr im mittleren Osten an die SPD-Spitze gewandt. Offensichtlich in der Hoffnung, dass sich die führenden SPD-Politiker in Erinnerung an eine gute Seite sozialdemokratischer Tradition – sich für die friedliche Lösung von Konflikten einzusetzen – gegen die Kriegstreiberei der USA in Richtung Iran wenden und sich offen gegen eine wie auch immer geartete Beteiligung Deutschlands daran aussprechen mögen.

Sein offener Brief wurde auf den Nachdenkseiten veröffentlicht, nun auch hier. Denn die Botschaft ist klar:

Hände weg vom Iran! Nein zu Kriegsdrohungen und Sanktionen!

Prof. Dr. Mohssen Massarrat,

An die SPD Vorsitzenden
Frau Malu Dreyer, Frau Manuela Schwesig, Herrn Thorsten Schäfer-Gümbel
Betr.: Drohender Iran-Krieg – Offener Brief an die Vorsitzenden der SPD

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Gefahr eines Krieges der USA gegen den Iran ist immer größer geworden. Spätestens seit der US-Präsident am 21. Juni der Weltöffentlichkeit bekanntgab, dass er einen Vergeltungsschlag anlässlich des Drohnenzwischenfalls in der Straße von Hormus zehn Minuten vor dem Start gestoppt habe, müssen wir davon ausgehen, dass die USA einen Krieg gegen den Iran nicht in Erwägung ziehen, sondern inzwischen sehr ernsthaft vorbreitet haben. Weiterlesen

Nicht wegsehen – nicht schweigen!

Solidarität gegen rechten Terror zeigen!

Neonazis haben erneut eine Morddrohung gegen David Janzen, den Sprecher des ,Bündnis gegen Rechts Braunschweig‘, ausgesprochen: An die Eingangstür des Mehrfamilienhauses, in dem er mit seiner Familie wohnt, wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag Aufkleber der Nazi-Gruppe namens ,Kampf- und Sportgemeinschaft Adrenalin Braunschweig‘ geklebt sowie „Wir töten dich! Janzen“ geschrieben.

David Janzen lässt sich zum Glück nicht terrorisieren und erklärte am Sonntag:

„…Die Neonazis machen also weiter wie bisher. Und die Behörden sind offensichtlich nicht in der Lage, deren andauernden Bedrohungen gegen mich und andere zu beenden. Auch die Beamten, die heute morgen die Schmierereien aufgenommen haben, schienen diese zunächst nicht besonders ernst zu nehmen. […] Ich habe nach den Drohungen in den letzten Tage von vielen Menschen große Solidarität und Zuspruch erfahren und möchte mich dafür bedanken! Dass bestärkt mich darin, mich nicht einschüchtern zu lassen, mich weiter antifaschistisch zu engagieren und zu rechten Aktivitäten, Strukturen und Netzwerke zu recherchieren und diese aufzudecken.“
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Schwer uns zu übersehen…

Zum Info-Stand der DKP Hannover auf dem Deisterstraßen -Fest 2019

…und zu überhören. Bei sommerlichen Temperaturen und mit swingender Musik aus mitgebrachten Lautsprechern nahmen wir am Stadtteilfest „Lust auf Linden-Süd“ teil.

Wir legten den Schwerpunkt am Info-Stand auf eine stärkere Verankerung unseres Büros an der Göttinger Straße im Stadtteil. Unter dem Slogan „Jeden Freitag – Roter Freitag“ luden wir mit spezifischen Fragen rund um das Thema Linden-Süd die BürgerInnen ein, mit uns in Kontakt zu treten.

Trotz der heiteren Stimmung wurden immer wieder die großen Themen Umwelt, Krieg und Wohnen an unserem Stand diskutiert. Das Herausarbeiten des Verhältnisses von kapitalistischen Staaten und der Monopole zur Ausbeutung von Mensch und Natur war dabei unser Anliegen.

Auch wenn uns die lokale Presse in ihren Blättern und auf ihren Web-Seiten ignoriert,

sprechen das Verteilen von 200 Einladungen zum „Roten Freitag“, über 30 verteilte UZ, etliche Diskussionen und Gespräche sowie ein Interview für eine starke Präsenz und Akzeptanz auf dem Fest und im Stadtteil.

Wir sehen uns auf der Straße! – oder am Roten Freitag von 16 bis 19 Uhr

* FRIED

Büchel dichtmachen

Aktionen von DKP und SDAJ vom 11. bis 14. Juli

Bundesaußenminister Heiko Maas sieht die Bemühungen um nukleare Abrüstung und Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen in der Krise. „Das ist eine Gefahr für den Weltfrieden. Wir müssen dem Negativtrend etwas entgegensetzen“, sagte er am Dienstag in Stockholm vor einem Treffen von 18 Außenministern.

Am Tag vorher war er im Iran, der sich einem Wirtschaftskrieg der USA ausgesetzt sieht, obwohl das Land das Atomabkommen mit dem Westen gehalten habe.

Was der Bundesaußenminister der Gefahr für weitere Eskalationen und Kriege entgegensetzen will, verriet er nicht.

Da haben die Kommunistinnen und Kommunisten des Landes schon klarere Vorstellungen. Vom 11. bis 14. Juli haben sie sich vorgenommen, den US-Atomwaffenstützpunkt Büchel dichtzumachen. Das Ziel bekräftigte der DKP-Vorsitzende Patrik Köbele auf dem Festival der Jugend in Köln vor hunderten Zuhörerinnen und Zuhörern. Das Atomwaffenlager Büchel ist ein wichtiger Mosaikstein in der strategischen Planung der Nato. Der Abwurf der dort lagernden US-Atombomben wird von deutschen Tornado-Piloten geübt. In den nächsten Jahren sollen sie durch neue Bomben mit noch größerer Zerstörungskraft ersetzt werden.

Aktionen von DKP und SDAJ

Donnerstag, 11. Juli Anreise bis 18 Uhr, Vorbereitung und Aktionstraining; Freitag, 12. Juli Vormittags: Aktionstag Nachmittags: Podiumsdiskussion mit Bündnispartnern “Wie schaffen wir eine atomwaffenfreie Welt?” Abends: Lieder der Arbeiter- und Friedensbewegung und Grillparty; Samstag, 13. Juli  Vormittags: Infostände und Aktionen in Trier, Koblenz und Mayen, Mittags: Internationale Friedenskundgebung mit unseren Schwesterparteien vor dem Fliegerhorst, Nachmittags: Diskussion von “Büchel atomwaffenfrei” mit Vertretern der Friedens- und Antiatomwaffenbewegung aus den USA, Neuseeland und England; Sonntag, 14. Juli: Aufräumen und Abreise

Mobi-Flyer als PDF

Die Versorgung und Unterbringung wird gemeinsam organisiert, daher bitte rasch verbindlich anmelden bei: buechel@dkp.de