Stop Wars – Gemeinsam gegen ihre Kriege

Auch von Hannover geht Krieg aus – stoppen wir ihn hier!
„Bundeswehr – Karriere mit Zukunft“ prangt es an Bushaltestellen, oder in den Bussen und Trams der Üstra. Der Dienst an der Waffe soll vor allem Jugendlichen auf der Suche nach dem zukünftigen Beruf schmackhaft gemacht werden. Denn deren Zukunft ist unsicher: Schlechte Chancen auf einen Ausbildungsplatz oder einen Job. Da verspricht das deutsche Militär viel: Bezahlte Ausbildung oder Studium klingen verlockend. Was verschwiegen wird: Leistungsdruck und Schikane, sexuelle Übergriffe auf Soldatinnen und die Verpflichtung, für die Interessen der deutschen Banken und Konzerne zu sog. „Friedenseinsätzen“ in alle Welt geschickt zu werden, z.B. nach Syrien, Mali, Afghanistan. Insgesamt ist die (laut Grundgesetz als reine Verteidigungsarmee vorgesehene) Bundeswehr in derzeit 18 Auslandseinsätzen aktiv. Um Brunnenbauen und Menschenrechte geht es dabei nicht, vielmehr um Einflusssphären, Absatzmärkte und Rohstoffe für Großkonzerne.
Auf ihrem 22. Bundeskongress im Frühjahr 2016 beschloss die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) ihre neue Kampagne „Stop Wars – Gemeinsam gegen ihre Kriege“. Vor Ort und bundesweit wollen wir als junge Kommunistinnen und Kommunisten Kriegstreiber und Profiteure von Kriegen, Hunger und Flucht outen und aufzeigen, dass an Aufrüstung und Militäreinsätzen nur die Herrschenden und Besitzenden ein Interesse haben können, niemals aber die Völker. 
Denn während öffentliche Gelder in die Bundeswehr, ihre technische und strukturelle Aufrüstung sowie ihre mediale Propagandamaschine zur Image-Aufbesserung gesteckt werden, wird der Sozialstaat immer weiter abgebaut. Innerhalb der nächsten vier Jahre, so „Verteidigungs“-Ministerin Ursula von der Leyen, soll der Rüstungsetat um weitere 10,2 Milliarden Euro angehoben werden. Schon 2016 betrug der Jahresetat 34,29 Mrd. Euro.
Doch Krieg und Rüstung kostet nicht nur viel, er macht auch einige wenige reich. Von 2014 bis 2015 haben sich die Umsätze deutscher Waffenexporte beinahe verdoppelt. Davon sehen jene, die für Rüstungskonzerne arbeiten, nichts. Während den einen NATO-Bomben auf die Köpfe fliegen oder deutsche Panzer ihre Heimat bedrohen, sehen die Arbeiterinnen und Arbeiter hier nichts von dem Geld, das die deutsche Kriegsindustrie abwirft. Wie immer im Kapitalismus, werden die großen Gewinne privatisiert, während die Verluste durch Vertreibung, Kriegszerstörung und krisenbedingten Kahlschlag die Gesellschaft tragen muss.
Wir als SDAJ wollen mit unserer Kampagne auch in und um Hannover aktiv werden. Denn auch hier wird an Schulen und Berufsschulen für das Morden und Sterben geworben, trotz Zivilklausel an der Leibniz-Uni für die Bundeswehr geforscht und (z.B. bei MTU Maintenance in Langenhagen) für den Krieg produziert.
Wie die DKP wollen wir bundeswehrfreie Bildungsstätten. Wir wollen eine zivile Produktion, bei der die Arbeiterinnen und Arbeiter und die Angestellten ein Mitbestimmungsrecht haben sollen, was und wie produziert wird. Wir wollen ein Ausbildungsgesetz, das der Arbeiterjugend Ausbildung, Übernahme und soziale Standards garantiert. Wir brauchen keine Kriegshetze und keine Bundeswehr, so „hip“ sie sich auch geben mag. Wir brauchen eine Zukunft in Frieden. Deswegen unterstützen wir die DKP Hannover in ihrem Kommunalwahlkampf, weil sie die einzige Partei ist, die sich konsequent gegen Rüstung und deutsche Kriegseinsätze stellt.
„Stop Wars“-Kampagnenseite: gegenkrieg.jetzt; SDAJ Hannover: facebook.com/sdajhannover; E-Mail: kontakt@niedersachsen.sdaj-netz.de