Getagged: Iran

Der Iran im Fadenkreuz der USA

Gibt es eine Perspektive für den Frieden im Mittleren Osten?

Veranstaltung am Do. 12. September 19 Uhr, Fzh. Vahrenwald, Vahrenwalderstr. 92, Hannover mit Prof. Mohssen Massarat

Am 21. Juni 2019 stand die Welt offenbar kurz vor dem Beginn eines neuen mörderischen Krieges.

Die US-Regierung stoppte nach eigenen Angaben einen groß angelegten völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran erst im letzten Moment. Stattdessen führte sie eine andere Kriegshandlung aus, eine Cyberattacke auf iranische Einrichtungen.

Doch die Gefahr eines erneuten Angriffskrieges der USA im Mittleren Osten und eines gefährlichen Flächenbrandes in dieser Region und womöglich darüber hinaus ist längst nicht gebannt. Das US-Imperium hat den Iran schon seit längerem als Gegner militärisch ins Fadenkreuz genommen.

Nachdem der US-Präsident das Atomabkommen mit dem Iran grundlos gekündigt und – befeuert von Saudi-Arabien und Israel – Kriegsschiffe in die Golfregion entsandt hat, droht der schon jahrzehntelange Kampf um die Vorherrschaft am Persischen Golf wieder aufzuflammen.

Prof. Mohssen Massarat und zahlreiche iranische Wissenschaftler*innen haben einen Appell an die Bundesregierung geschickt, alles in ihrer Machtliegende zu tun, um einen Flächenbrand im Nahen und mittleren Osten zu verhindern. Sie empfehlen einen Schulterschluss mit den Unterzeichnerstaaten des Atomvertrages (England, Frankreich, Russland und China) sowie die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran, die nur den Hardlinern Vorschub leisten.

Wir wollen mit dem Politikwissenschaftler und Iran- Experten Mohssen Massarrat diskutieren, welche politischen Schritte unternommen werden müssten, um eine stabile und gerechte Friedensordnung im Nahen und Mittleren Osten zu etablieren und was die Friedenskräfte in Hannover dafür tun könnten.

Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Hannover in Kooperation mit dem Bildungswerk ver.di Nds. und Projekt Moderner Sozialismus Hannover

Werbeanzeigen

Aufruf des ZK der Tudeh Partei Iran

Die Notwendigkeit der Mobilisierung der öffentlichen Meinung des Iran und der Welt zur Verhinderung einer neuen schrecklichen Tragödie un der Region!

Nach den letzten Meldungen der vergangenen Tage, steht unser Land an der Grenze einer  sehr gefährlichen militärischen Auseinandersetzung mit der Trump-Regierung. Die Zunahme der Spannungen am Persischen Golf lässt keinen Zweifel daran, dass die reaktionären Kräfte in der Region, an der Spitze das mittelalterliche Regime Saudi-Arabien, das Apartheidregime Israel und ein paar bedeutenden Personen der Administration des Außenministeriums der Trump-Regierung, wie Mike Pompeo und John Bolton, dabei sind, die Vorbereitungen für eine militärischen Auseinandersetzung gegen unser Land durchzuführen. 

Die Tudeh Partei Iran hat in den letzten Monaten betont, dass die regionalen Fragen nur durch die Senkung der Spannungen und im Rahmen des Dialogs und der Verhandlungen zu lösen sind.

Die Unfähigkeit der EU-Länder in Bezug auf den Umgang der wirtschaftlichen Sanktionen der USA gegen den Iran hat dazu geführt, dass der Erdölexport des Iran von 2,8 Millionen Barrel pro Tag auf 700 Tausend Barrel gesunken ist und dadurch die wirtschaftlichen Probleme des Landes drastisch vermehrt sind. Die Fortsetzung so einer Situation ist für unser Land langfristig nicht auszuhalten.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Werktätigen die ersten und hauptsächlichen Opfer jedes Krieges und jeder militärischen Auseinandersetzung sind. Außerdem dienen die Fortsetzung der Spannungen und Existenz eines militarisierten Zustandes der Verstärkung der Unterdrückung in unserem Land.

Wir sind gegen die Einmischung der imperialistischen Länder und der reaktionären Staaten in der Region zur Regime-Änderung im Iran. Die Beseitigung des despotischen Regimes und die Etablierung eines demokratischen und volksnahen Regimes im Iran müssen nur durch den Kampf der iranischen Bevölkerung und ihrer nationalen und freiheitsliebenden Kräfte möglich werden.

Werte Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Der Kampf für die Senkung der Spannungen und der Mobilisierung einer starken Friedensbewegung zur Unterstützung des Friedens in der Region und in der Welt ist eine dringende Aufgabe, die vehement vorangetrieben werden muss.  Es darf nicht zugelassen werden, dass die Kriegsbefürworter in der US-Regierung, in den reaktionären und volksfeindlichen Regierungen der Region und innerhalb des Obrigkeitsregimes des Iran noch einmal einen weiteren schrecklichen Krieg unsere Region bezwingen.

Lasst uns, Hand in Hand mit der Losung „Nein zu den menschenfeindlichen Sanktionen, Nein zum Krieg und Nein zur Diktatur“ und für Frieden in der Region, den Boden für die Beseitigung des Obrigkeitsregimes im Iran ebnen.

Zentralkomitee der Tudeh Partei des Iran, 22.06.2019

Tudeh Info Nr. 119 25. Juni 2019    

Drohender Iran Krieg Offener Brief an die Vorsitzenden der SPD

Der deutsch-iranische Politikwissenschaftler Massarrat hat sich wegen der Kriegsgefahr im mittleren Osten an die SPD-Spitze gewandt. Offensichtlich in der Hoffnung, dass sich die führenden SPD-Politiker in Erinnerung an eine gute Seite sozialdemokratischer Tradition – sich für die friedliche Lösung von Konflikten einzusetzen – gegen die Kriegstreiberei der USA in Richtung Iran wenden und sich offen gegen eine wie auch immer geartete Beteiligung Deutschlands daran aussprechen mögen.

Sein offener Brief wurde auf den Nachdenkseiten veröffentlicht, nun auch hier. Denn die Botschaft ist klar:

Hände weg vom Iran! Nein zu Kriegsdrohungen und Sanktionen!

Prof. Dr. Mohssen Massarrat,

An die SPD Vorsitzenden
Frau Malu Dreyer, Frau Manuela Schwesig, Herrn Thorsten Schäfer-Gümbel
Betr.: Drohender Iran-Krieg – Offener Brief an die Vorsitzenden der SPD

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Gefahr eines Krieges der USA gegen den Iran ist immer größer geworden. Spätestens seit der US-Präsident am 21. Juni der Weltöffentlichkeit bekanntgab, dass er einen Vergeltungsschlag anlässlich des Drohnenzwischenfalls in der Straße von Hormus zehn Minuten vor dem Start gestoppt habe, müssen wir davon ausgehen, dass die USA einen Krieg gegen den Iran nicht in Erwägung ziehen, sondern inzwischen sehr ernsthaft vorbreitet haben. Weiterlesen