Getagged: SDAJ

Werben fürs Sterben an unseren Schulen

Aus dem neuen HVB und der Zeitschrift „Strike“ der SDAJ Hannover

Ob an der Bushaltestelle, auf dem Pizzakarton oder in Form von YouTube-Serien: Werbung für eine Verpflichtung bei der Bundeswehr ist überall. So erhielten im Mai diesen Jahres tausende HannoveranerInnen im Alter von 16 bis 17 Jahren Werbepost für den Dienst an der Waffe. Doch nicht immer ist Militärpropaganda so leicht zu erkennen, wie auf der Werbepost oder auf YouTube bei „Die Rekruten“. Bereits seit den 90er Jahren nehmen das Bundes“verteidigungs“ministerium und die Bundeswehr verstärkt Einfluss auf die Inhalte im Schulunterricht. Über Schulungen für angehende Lehrkräfte, Projekttage, Diskussionsveranstaltungen und kostenlose Materialien gelangen sie in die Schulen und damit in die Köpfe junger Menschen. Einerseits soll damit die Bereitschaft, sich bei der Bundeswehr zu verpflichten, gesteigert werden. Andererseits geht es darum, die immer noch vorherrschende Anti-Kriegshaltung der Bevölkerung zu unterhöhlen.

Neben der „Karriereberatung“, also der direkten Rekrutierung, macht die Bundeswehr zahlreiche Angebote für den Schulunterricht. Inzwischen gibt es in der Hälfte aller Bundesländer sogenannte Kooperationsvereinbarungen der Bundeswehr mit den Kultusministerien. Diese Vereinbarungen erleichtern der Bundeswehr den Zugang zu allen Schulen in diesen Bundesländern und schränken die Autonomie der einzelnen Schulen erheblich ein. Schulleitungen und Lehrkräfte werden auf diese Weise unter Druck gesetzt der Bundeswehr die Türen zu öffnen und ihr Einfluss die Unterrichtsgestaltung zu gewähren.

Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei die Jugendoffiziere (JO). Das sind speziell ausgebildete SoldatInnen, die als ReferentInnen der Bundeswehr mit Jugendlichen und Lehrkräften über Sicherheitspolitik diskutieren sollen, um dort das Image des Militärs aufzupolieren. Mit Erfolg: Jährlich werden über 120.000 SchülerInnen und 35.000 „MultiplikatorInnen“ (v.a. Lehrkräfte und Schulleitungen) von ihnen erreicht. Besonders die  MultiplikatorInnen wird von den JO als sehr effektiv eingeschätzt, da sie über die Beeinflussung einer einzelnen Lehrkraft auf lange Sicht sehr viele SchülerInnen erreichen können.

Gewerkschaftliche Kämpfe in die Offensive führen

Einladung zur Podiumsdiskussion

Freitag, 16.8. 19:00 Stadtteilzentrum Freizeitheim Linden Windheimstr. 4, 30451 Hannover

Die kapitalistische Gesellschaft, in der wir leben, befindet sich im Rechtsruck. Davon zeugen nicht nur Polizeigesetze wie das Niedersächsische Polizei Gesetz oder das Erstarken reaktionärer Parteien.

Soziale Rechte, hart errungen durch die kämpferische Arbeiterbewegung, werden immer weiter abgebaut. Das Vorbild vieler Herrschenden und Besitzenden: Die Wiedereinführung der 60-Stunden-Woche samt krasser Einschränkungen gewerkschaft­licher Rechte in Österreich.

Wir stellen die Fragen: Wie kann sich die Gewerk­schaftsbewegung hierzulande effektiv wehren? Und wie kann sie dabei zurück in die Offensive gelangen?

Es diskutieren: Rainer Perschewski (Betriebs­ratsvorsitzender der Zentrale der Bahnhofsgesellschaft der „Deutschen Bahn“ und Vorsitzender der EVG-Betriebsgruppe, Landes- und Bundessprecher der EVG- Betriebsgruppen sowie Mitglied im Landesvorstand Berlin und im Bundesvorstand der EVG) und weitere ReferentInnen.

Eine gemeinsame Veranstaltung von DKP und SDAJ Hannover.

Stop Wars – Gemeinsam gegen ihre Kriege

Auch von Hannover geht Krieg aus – stoppen wir ihn hier!
„Bundeswehr – Karriere mit Zukunft“ prangt es an Bushaltestellen, oder in den Bussen und Trams der Üstra. Der Dienst an der Waffe soll vor allem Jugendlichen auf der Suche nach dem zukünftigen Beruf schmackhaft gemacht werden. Denn deren Zukunft ist unsicher: Schlechte Chancen auf einen Ausbildungsplatz oder einen Job. Da verspricht das deutsche Militär viel: Bezahlte Ausbildung oder Studium klingen verlockend. Was verschwiegen wird: Leistungsdruck und Schikane, sexuelle Übergriffe auf Soldatinnen und die Verpflichtung, für die Interessen der deutschen Banken und Konzerne zu sog. „Friedenseinsätzen“ in alle Welt geschickt zu werden, z.B. nach Syrien, Mali, Afghanistan. Insgesamt ist die (laut Grundgesetz als reine Verteidigungsarmee vorgesehene) Bundeswehr in derzeit 18 Auslandseinsätzen aktiv. Um Brunnenbauen und Menschenrechte geht es dabei nicht, vielmehr um Einflusssphären, Absatzmärkte und Rohstoffe für Großkonzerne.
Auf ihrem 22. Bundeskongress im Frühjahr 2016 beschloss die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) ihre neue Kampagne „Stop Wars – Gemeinsam gegen ihre Kriege“. Vor Ort und bundesweit wollen wir als junge Kommunistinnen und Kommunisten Kriegstreiber und Profiteure von Kriegen, Hunger und Flucht outen und aufzeigen, dass an Aufrüstung und Militäreinsätzen nur die Herrschenden und Besitzenden ein Interesse haben können, niemals aber die Völker. Weiterlesen