Hannover trifft Havanna

Aus dem Hannoverschen Volksblatt, der Zeitung der DKP Hannover, Ausgabe März

Dieses Rezept haben wir als vegane Variante auf dem letzten UZ Pressefest angeboten.

Karotten Kokos Suppe

Zutaten für ca. 4 Personen:

1kg Karotten; 1 – 2 Stangen Porree, 1 kleinen Sellerie, 1 kleines Stück Ingwer, 1 Zwiebel, ca. 300 Ml. Gemüse oder Hühnerbrühe, ca. 1 L Kokosmilch, ½ Becher Frischkäse, 1 Beutel Kokosflocken, Butter, Zucker, Pfeffer

Zubereitung:

ca. ¼ der Karotten putzen und in feine Scheiben schneiden, an-schwitzen in ein bisschen Butter dazu mit etwas Zucker karamellisieren. Zur Seite stellen. Den Rest des Gemüses putzen und kleinschneiden. An-Schwitzen mit Butter und Zucker, zum Schluss pfeffern. Mit Brühe aufgießen, so das alles gut bedeckt ist. Kochen bis da Gemüse schön weich ist. Mit einem Pürierstab zu einem Brei zerkleinern. Dann mit Kokosmilch aufgießen, die Kokosflocken und die zur Seite gestellten Karotten zufügen, Wenn die Karotten weich sind den Frischkäse zufügen, wenn dieser geschmolzen ist ist die Suppe fertig. Wer noch ein bisschen knuspern mag kann noch ein paar geröstete Kürbiskerne in die Suppe geben.

Sauftourismus beenden! Gut und günstig feiern in Hannover!

Wein- sekt- und bierernster Vorschlag der DKP Hannover

Wohnen und leben im Stadtteil Linden

Der Stadtteil Linden hat, wie jeder Stadtteil, seinen eigenen Charakter. Linden, eine ehemalige Industriestadt, ist durch eine lange Tradition der Arbeiterbewegung geprägt. Durch Zuwanderung vieler ausländischer Arbeitskräfte seit den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts ist die Bevölkerung, was ihre geografische Herkunft angeht, vielfältig zusammengesetzt. Es gehört zu den positiven Besonderheiten, dass sich hier zwischen den Menschen verschiedener Herkunft über Jahrzehnte ein soziales Klima guten Zusammenlebens entwickelt hat. Linden ist dementsprechend kulturell vielfältig, verfügt, gemessen an anderen Stadtteilen Hannovers, über eine gute soziale Infrastruktur und facettenreiche Gastronomie. Kurz gesagt leben in Linden ganz normale Leute mit einem etwas speziellen Einschlag. In den vergangenen zehn Jahren ist Linden zu einem Gebiet geworden, in dem sich die sogenannte Gentrifizierung bemerkbar macht. Menschen aus den „urbanen Mittelschichten“, mehr oder minder betucht, finden Linden chic und hip und wollen hier wohnen. Diese Erkenntnis machte Linden auch für Investoren (Stichwort „Luxussanierungen“) und für Spekulanten interessant. Dieser Prozess treibt die Mietpreise in die Höhe und verdrängt die Bevölkerung, die wir oben die ganz normalen Leute genannt haben. In den besagten „urbanen Mittelschichten“ leistet frau und mann sich gerne einen ökologisch-schicken Lifestyle. Diese Milieus kultivieren ihre hippe Lebensart und empfinden die ganz normalen Leute, auch Lindens „Ureinwohner“ genannt, eher als malerische Hintergrundkulisse.

Party muss sein

Gerade angesichts der nun über ein Jahr andauernden sogenannten Coronabeschränkungen ist das Bedürfnis nach Geselligkeit groß. Das betrifft die Feier mit Freunden und Verwandten in den eigenen vier Wänden, im Hof des Hauses oder auch im Garten. Dazu gehören auch Straßenfeste, Schützenfeste oder größere Parties. In den Sommermonaten gemeinsam draußen zu grillen und zu feiern, ist ein Teil der Alltagskultur. Wie das konkret aussieht, ist eine Frage des sozialen Milieus, der „Szene“, des Lebensalters, aber auch des Geldbeutels. Gerade für jüngere Menschen, die sich in der Ausbildung oder im Studium befinden, ist es ebenso wie für die wachsende Zahl an Geringverdienern ein legitimes Interesse, auch kostengünstig zusammenkommen zu können oder gemeinsam zu feiern. Selbst wenn die Lindener Clubs und die immer teurer werdenden Kneipen also geöffnet haben, spielt sich ein großer Teil der Geselligkeit auf den Straßen, Plätzen und Grünflächen ab.

Sauftourismus muss nicht sein

Im Verlaufe der letzten sieben Jahre hat hat sich rund um die Limmerstraße ein regelrechter Sauftourismus herausgebildet. Vorwiegend jüngeres Publikum reist an, Bier bringt man gern kistenweise mit oder holt es sich frischgezapft am Kiosk, Wodka flaschenweise beim Supermarkt. Und dann geht’s ab. Warum auch nicht.

Aus Sicht der ganz normalen Leute ist das Vergnügen am Partyleben auf den Straßen aber nicht ungeteilt. Irgendwann, bei aller Toleranz und Akzeptanz der Lindener

Umsonst-und-draußen-Straßenkultur, möchte mann und frau nämlich des nachts ein Auge zu tun. Auch die Partyrückstände sind nicht sonderlich spaßig: Bergeweise Flaschen, Dosen, Einwegverpackungen, von Piss- und Kotzlachen mal ganz abgesehen. Das Fahrradfahren durch die Scherben am nächsten Morgen wird zum teuren Spaß, das Gassigehen für Hundepfoten gefährlich. Es gibt ja auch Kinder, die auf Gehwegen oder auf Spielplätzen spielen.

SPD und Grüne dürfen sich auf die Schultern klopfen. Sie haben einen satten Anteil an der Förderung des Sauftourismus in Hannover. Schon 2007 hatte die SPD im Rathaus die Stadtverwaltung nach der Bilanz der städtischen Sommerfeste befragt und die Bedeutung in Bezug auf den Städtetourismus als Wirtschaftsfaktor hervorgehoben. Dazu passt, dass der Sauftourismus in Linden-Nord von der Stadtverwaltung als Teil der Tourismuswerbung mittlerweile international beworben wird: „Studenten, Akademiker, Lebenskünstler, Originale, für alle ist die Straße fast ein Wohnzimmer. Kneipen, Cafés, Kioske und Restaurants finden sich an jeder Ecke, die Locations Béi Chéz Heinz, Cafe Glocksee und Kulturzentrum Faust sind das Partydreieck.“ Zudem vergibt die Stadt seit 2018 Schanklizenzen an Kioske, die gezapftes Bier und Cocktails to go anbieten dürfen, ohne eine Kundentoilette vorweisen zu müssen. Das gleiche gilt für die Supermärkte, die nur profitieren und keinerlei Verpflichtung oder Kosten auferlegt bekommen. Darin drückt sich genau die Haltung aus, die sozialen Interessen der mehrheitlichen Wohnbevölkerung zu ignorieren und die Anwohner eher als malerische Hintergrundkulisse des „hippen“ Partybetriebs wahrzunehmen.

Bei Herrn Gardemin, Fraktionsvorsitzender der „Grünen“ im Rat, hört sich das dann so an: „‘Limmern‘ macht Spaß, bringt Menschen zusammen und hat Linden zu einem most amazing place to visit gemacht.“, so im November 2017 bei halloLindenLimmer.de. Klar, wenn man genügend Rückzugsraum, sprich große Wohnung oder Haus, und alternativ begrünten Hinterhof zur privaten Nutzung hat, ist eben „alles easy“. Mit solchen „spaßigen“ Sprüchen ist das Problem aber nicht aus der Welt.

Der vorläufige Höhepunkt dieser dummdreisten Politik, die Lasten des Partybetriebs auf die normale Wohnbevölkerung abzuwälzen, ist der aktuelle Versuch der „rotgrünen“ Ratsmehrheit, die Kosten für die Beseitigung des Partymülls den Anwohnern auf’s Auge zu drücken. Über einen durchsichtigen Trick – Erhöhung der Reinigungsintervalle im Partyrevier – sollen die Anlieger die Kosten für die Beseitigung des Partymülls per Gebührenbescheid bezahlen. Das betrifft erstmal die Hauseigentümer; die können die erhöhten Gebühren dann als Nebenkosten auf die Mieter abwälzen.

Ein Wort zur CDU: Die CDU hat sich zum Sprecher der Anlieger gemacht, die von dieser speziellen Gebührenerhöhung besonders betroffenen sind. So weit, so gut. Allerdings wäre die Position der CDU glaubwürdiger, wenn sie im September 2020 im Rat nicht ebenfalls der Erhöhung der Straßenreinigungsgebühren zugestimmt hätte. Der Beschluss besagt nämlich, dass die Reinigungsgebühren von 2020 zu 2021 sich im „Standardfall“ um fast 9% erhöhen werden und dann für drei Jahre auf diesem Niveau bleiben sollen.

Besagter Herr Gardemin hat 2017 immerhin die wahren Zusammenhänge, die „rotgrün Hannover“ nun unter den Teppich kehren möchte, rausposaunt: „Jährlich rund eine Million Linden-Gäste sind ein Imagefaktor für die ganze Stadt Hannover und ein ordentlicher Batzen für den Kämmerer.“ Hier trapst die sprichwörtliche Nachtigall: Bevor, wie man hofft, der Sauftourismus wieder anläuft, soll die Sache noch schnell über die Bühne gebracht werden. Eine Million „Linden-Gäste“ machen eben Dreck und die Anlieger sollen löhnen. Dabei ist es doch wohl selbstverständlich, dass der Kämmerer von seinem „ordentlichen Batzen“ auch die Reinigungskosten bezahlen muss! Und wenn wir schon dabei sind: Es dürfen ruhig ein paar mehr Sanitäranlagen sein als zwei öffentliche Toiletten!

Gut und günstig feiern in Hannover!

Rat und Stadtverwaltung haben seit mehr als dreißig Jahren das Maschseefest zu einem bombastischen, überdimensionierten Event hochgejubelt. Hier verdienen sich mit Unterstützung durch die öffentliche Hand ein paar Großgastronomen jährlich eine goldene Nase. Mit tausenden von meist sehr jungen, engagierten und klassischerweise miserabel bezahlten Hilfskräften wird hier eine Sause aufgezogen, auf der „Sehen und gesehen werden!“ immer mehr zur Devise wird. Die Preise für Getränke und Speisen sind völlig überzogen. Der normalen Gastronomie, vor allem den Kneipen, werden zehntausende von Gästen entzogen, so dass sich der Betrieb in der Zeit, in der das Maschseefest läuft, kaum noch lohnt.

Angesichts dieser Fehlentwicklung liegt es nahe, in anderen Stadtteilen kostengünstige Möglichkeiten zu organisieren, um in den Sommermonaten gemeinsam draußen zu feiern und dabei gleichzeitig Linden von dem ausufernden Partybetrieb zu entlasten.

So könnte es klappen: In einigen weiteren Stadtteilen werden von der Stadt Hannover Kommunale Partybereiche eingerichtet, die im Wechsel für den sommerlichen Wochenendpartybetrieb genutzt werden können! Klar, dafür braucht man Infrastruktur: ordentliche Sanitäranlagen, mobile Notfallambulanz, überdachte Sitzmöglichkeiten, da wo es der öffentliche Nahverkehr nicht hergibt, Shuttlebusse. Und wenn die Party vorbei ist, macht Aha sauber.

Und wer soll das bezahlen? Die Stadt Hannover hat Millionen übrig, um Flaniermeilen wie die Schmiedestraße zu bauen, den Umbau des Steintorplatzes zu finanzieren, das Schloss Herrenhausen und die KunstFestSpiele Herrenhausen für die oberen Zehntausend herzurichten. Beispiele wie diese zeigen, dass es an Geld nicht fehlt.

In „Coronazeiten“ haben wir gelernt, dass die Behörden Verordnungen zusammenzimmern können wie am Fließband. Alles wird bis ins Kleinste geregelt: Maske auf, Maske ab, Schule auf, Kita zu etc. Dann können auch über Schankgenehmigungen, Standgebühren etc. für die Kommunalen Partybereiche ordentliche Einnahmen hereinkommen. Denn wer an der Party verdient, der soll auch seinen Beitrag für die Finanzierung leisten. Auch Obergrenzen für Getränkepreise und Imbiss-Speisen können vorgegeben werden. Es ist durchaus möglich, in der „ambulanten Gastronomie“ mit auskömmlichen Preisen Geld zu verdienen; eine goldene Nase muss ja nicht sein. Auch für „rotgrün Hannover“ gilt: mann und frau muss nur wollen, dann klappt das schon!

Ja, Party in Linden ist okay. Aber nicht beliebig lang, beliebig laut und beliebig oft. Auch andere Stadtteile Hannovers sollen ihr Stück vom Partykuchen abbekommen, so im Wechsel, alle vier bis sechs Wochen. Das wär’s doch!?

Wir finden, zusätzliche ideale „Locations“ für Kommunale Partybereiche bieten sich hier an:

  • Entlang der Lister Meile vom Weißekreuzplatz bis zum Lister Platz.
  • Links und rechts der Sallstraße, des Altenbekener Damms, der Geibelstraße und auf dem Stephansplatz.
  • Am Engelbosteler Damm von der Christuskirche bis zur Haltenhoffstraße.
  • Im Gebiet rund um das Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium.
  • Auf dem „lindenähnlich“ multikulturell und toleranten Roderbruchmarkt oder den von hanova partytauglich sanierten Innenhöfen vom Canarisweg.

Eltern sorgen sich um ihre Kinder

Aus dem Hannoverschen Volksblatt, der Zeitung der DKP Hannover, Ausgabe März

Aus dem Stadtteil Herrenhausen

Eltern in Herrenhausen sind besorgt und wütend: Viele Schulwege sind nicht sicher!

Autos gefährden Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zur Schule. Besonders schlimm ist es rund um das Gymnasium Goetheschule in Herrenhausen: Die Verkehrssituation bringt die Kinder dort immer wieder in Gefahr. Das gilt besonders für Schüler die mit dem Rad fahren. Auf dem Weg zur Goetheschule müssen viele Schüler den Zugang über den Herrenhäuser Kirchweg in den Franziusweg nutzen. Besonders dort sei die Lage gefährlich, wenn etwa Lastwagen und Müllfahrzeuge den Weg der Schüler auf ihren Rädern kreuzen. Nach etlichen Protesten der Eltern will die Stadt jetzt erst einmal einen provisorischen Überweg einrichten.

Wir fordern eine schnelle, sichere und dauerhafte Lösung für diese Gefahrenquelle!

Nein zur Ausgangssperre in Niedersachsen!

Ministerpräsident Weil in Radio Bremen, 23.03.

„Wir haben nicht die Absicht, Tagesausflüge zu verbieten oder Ausgangssperren zu verhängen.“

Ministerpräsident Weil im Deutschlandfunk, 24.03.

„Innerhalb der Landesregierung werde beraten, ob neben dem Begrenzen von Tagesausflügen auch Ausgangssperren möglich seien.“

HAZ online/NDR, 25.03.

Jörg Mielke, Chef der niedersächsischen Staatskanzlei: Ab einer Inzidenz von 100 können die Kommunen künftig Ausgangsbeschränkungen verhängen, auch für Teilbereiche der Stadt oder des Kreises. Ab 150 müssen sie Ausgangssperren verhängen. Die Uhrzeiten sind offen Niedersachsen plant zudem über die Feiertage ein Ansammlungsverbot. Auch unter Einhaltung von Abständen sollen Personenansammlungen im Freien untersagt werden

Anscheinend will die niedersächsische Landesregierung nach dem gescheiterten Corona-Gipfel bei Kanzlerin Merkel am 22. März die offiziell zurückgenommenen Beschlüsse durch die Hintertür für Niedersachsen doch wieder einzuführen. Durch Wortbruch, eine 180-Grad-Wende und besonders forsche neue Einschränkungen für die BürgerInnen. Das verstärkt den Eindruck, dass nach dem Motto regiert wird: Die Politik handelt, egal wie sinnvoll, Hauptsache es tut sich was.


Der Kreisvorstand der DKP Hannover protestiert gegen die von der niedersächsischen Landesregierung geplante nächtliche Ausgangssperre. Nach einem Jahr ständiger Einschränkungen persönlicher und demokratischer Rechte ist dies ein neuer Tiefpunkt der Coronapolitik der großen Koalition. Im Namen des Gesundheitsschutzes wird eine Ausgangssperre von jener Landesregierung verhängt, deren Koalitionspartner SPD und CDU für einen Kurs des permanenten Abbaus von Gesundheitsschutz stehen. Ihre Gesundheitspolitik wird weiter durch das Profitprinzip im Pflege- und Gesundheitssystem bestimmt, etwa durch die berüchtigten Fallpauschalen in den Krankenhäusern, Privatisierung von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Schließung von Kliniken, Abbau von Bettenkapazitäten und den politisch herbeigeführten Personalmangel. Angesichts dieser Politik halten wir die Ausgangssperre für ein denkbar unglaubwürdiges und schikanöses Instrument, das vom Versagen der Landesregierung ablenkt und nicht dem Gesundheitsschutz dient. Wir stellen fest: In erheblichen Teilen der Bevölkerung herrscht vollkommen berechtigter Unmut über die geplante Ausgangssperre wie auch das Impf- und Maßnahmenchaos der vergangenen Monate in Niedersachsen.
Wir wehren uns zugleich gegen die Behinderung unserer eigenen politischen Aktivitäten durch die Ausgangssperre mit von Stadt zu Stadt, ja sogar einzelner Stadtteile, willkürlich unterschiedlichen Uhrzeiten. Insbesondere die Vorbereitung des Bundestagswahlkampfes, der die gesetzlich vorgeschriebene Sammlung von 2000 Unterstützungsunterschriften in Niedersachsen beinhaltet, wird so zu einer verfassungswidrigen Farce.

Nach den Wahlen heißt es zahlen

Aus der Zeitung der DKP Hannover, dem Hannoverschen Volksblatt, Ausgabe März:

Die Coronakrise kostet – im vergangenen Jahr haben Bund, Länder und Kommunen 479,9 Mrd. Euro zusätzlich ausgegeben. Hinzu kommen 27 Mrd. aus den Sozialkassen, vor allem für Kurzarbeitergeld. Während Teile dieser Ausgaben den arbeitenden Menschen, den Studierenden, den Rentnern und Erwerbslosen vielfach gerade eben über die Runden helfen, stellt die Bundesregierung außerdem noch 826,5 Mrd. als Garantien für Unternehmen zur Verfügung, oft wie im Falle Lufthansa zur Rettung der Großaktionäre auf Kosten der Beschäftigten. Für dieses Jahr rechnet die Bundesregierung noch einmal mit 184 Mrd. an zusätzlichen Ausgaben.

Energiepreiserhöhungen

Angesichts dieser enormen Summen stellt sich die Frage, wer die Rechnung bezahlen muss. Im Herbst sind Bundestagswahlen. Die Vermutung liegt nahe, dass die große Koalition ihre Antwort auf diese Frage vorher nicht verrät. Bereits während der aktuellen Krise stiegen die Vermögen der Superreichen in Deutschland von 400 auf 600 Mrd. Euro, während 40 % der Erwerbstätigen Einkommenseinbußen hinnehmen mussten. Die Erfahrungen aus der jüngsten Vergangenheit zeigen: Geholt wird das fehlende Geld nicht bei den Superreichen, sondern bei der großen Mehrheit der Bevölkerung. Etwa mit der Erhöhung von Verbrauchssteuern. Beispiel Mehrwertsteuer: Sie wird von uns allen bei jedem Einkauf gezahlt. Kurzzeitig wurde sie abgesenkt – doch anstatt dies beizubehalten und damit die Erhöhungen der Vergangenheit zumindest teilweise zurückzunehmen, gilt seit 1.1. wieder der alte Mehrwertsteuersatz. Beispiel CO2-Steuer: Begleitet von der sogenannten „Klimabewegung“ wurde sie 2019 von der Bundesregierung beschlossen. Das Ergebnis: enercity erhöht u. a. deswegen die Gas- und Strompreise, was pro Jahr weit über 100 Euro zusätzliche Kosten für einen Durchschnittshaushalt bedeuten. Eine mögliche schwarz-grüne Koalition lässt hier Böses erahnen.

Rentensenkungen

2021 wird es für Rentner eine Nullrunde geben – angesichts von Preissteigerungen also ein realer Verlust. Unterdessen wird weiter an der Zerstörung der gesetzlichen Rente gearbeitet, wie es SPD, CDU, Grüne und FDP seit 20 Jahren mit ihren „Reformen“ immer wieder tun. Aus der CDU tönt es nun, dass das einheitliche Renteneintrittsalter abgeschafft werden und ein Teil der Rente per Kapitalanlage finanziert werden soll, also zum Spekulationsobjekt an der Börse gemacht wird.

Streichkonzert in Hannover

Weitere Kosten kommen auf uns Hannoveraner zu. Mit dem seriös klingenden Begriff „Konsolidierungsprogramm“ sollen 90 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren im Haushalt eingespart werden. Input für das Sparprogramm holte sich die Stadtspitze von der Firma KPMG, eine international handelnde Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die ist bekannt für ihre Verwicklung in den Cum-Ex-Skandal und Privatisierungsstrategien und setzt auf Firmensplitting, um Gewerkschaften das Handwerk zu legen. Von dieser Seite kam auch der Vorschlag, Alten- und Pflegeheime sowie Kindertagesstätten zu privatisieren. Die 90 Mio. sollen zum Großteil durch die Fremdvergabe, Privatisierung und Digitalisierung von Verwaltungsaufgaben reingeholt werden. Im Klartext heißt das: Es wird bei den städtischen Personalausgaben gekürzt, also Lohn- und Arbeitsplatzabbau, oder bei den kommunalen Aufgaben wie etwa Winterdienst oder Zuschüsse für Sport, Freizeit und Kultur. Oder sogar bei beiden? Zudem sollen Eintrittspreise und Gebühren steigen, etwa in Schwimmbädern, beim Essensgeld in den Kitas und bei der Straßenreinigung.

Wir Kommunistinnen und Kommunisten fordern: Die Corona-Rechnung soll von den Superreichenbezahlt werden, die sich schamlos während der Krise mit staatlicher Unterstützung bereichert haben. Nicht von den Arbeitern, Rentnern und Erwerbslosen!

  • Für sichere, auskömmliche und garantierte Renten.
  • Gegen CO2-Steuer und andere Verbrauchssteuern.
  • Für preisgünstige Strom-, Gas- und GVH-Tarife.

Grünkohlsuppe für den Winter!

aus dem Winter HVB:

Produktionsmittel

für 4 Portionen:

300-400 g Grünkohl ohne Stängel,

6-10 Kartoffeln,

1 Lauch,

2 Karotten,

¼ Sellerie,

1 Petersilienwurzel,

1-2 Zwiebeln,

3 Knoblauchzehen,

½ Zitrone,

Petersilie,

1 EL Senf, 1 TL Tomatenmark,

Salz, Zucker, Pfeffer, Kümmel,

Lorbeerblatt,

Olivenöl,

geriebener Hartkäse

Produktionsprozess:

Grünkohl auf gewünschte Größe zupfen und waschen.

Kartoffeln, Karotten, Sellerie,Petersilienwurzel schälen und mit Lauch, Zwiebeln und Knoblauch kleinschneiden.

Mit 1 Teelöffel Zucker im großen Topf mit dem Öl an schwitzen.

Tomatenmark und Senf dazugeben, mit der Zitrone ablöschen.

Grünkohl unterrühren und wenig Wasser dazugeben.

Mit Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt, Messerspitze Kümmel abschmecken.

Einmal aufkochen und dann 30-40 Minuten köcheln lassen.

Petersilie dazu, anrichten mit dem Hartkäse.

Wem das gelungen ist und geschmeckt hat, kann uns ja ein Foto von dem Gericht senden.

Solidarität gegen die Angriffe auf der LLL Demo in Berlin

DKP Berlin

REICHSKRIEGSFLAGGE KEIN PROBLEM, BLAUHEMD UND FDJ-BANNER SIND FÜR DIE BERLINER POLIZEI DIE ZU BEKÄMPFENDEN SYMBOLE -Die aktuelle Berliner Polizei von “rrg“ (nicht überall, wo rot draufsteht, ist auch rot drin), steht der Noske-Polizei von damals nur wenig nach. Mit der falschen Begründung, die FDJ sei verboten und das Blauhemd sowie das FDJ-Abzeichen seien verfassungsfeindliche Symbole, prügelte die Berliner Polizei am Sonntag mit brutaler Gewalt auf Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration zu Ehren von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ein. Tränengas wurde gegen diejenigen eingesetzt, die sich solidarisch schützend vor den Block der FDJ gestellt hatten. Schließlich gelang es den Tätern in Uniform, in den Kern der Demonstration vorzudringen und die FDJler herauszuschleppen. Es gab Festnahmen und Verletzte, die Fahnen wurden den Mitgliedern der FDJ entrissen, die Blauhemden wurden ihnen ausgezogen, was bei Temperaturen um den Gefrierpunkt grob gesundheitsgefährdend war. Während des Angriffs der Polizei staute sich der Demonstrationszug, vorne ging es nicht weiter, hinten drangen Tausende nach, sodass die Corona-Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden konnten. Auch dies war eine unnötige und rechtswidrige Gefährdung der Gesundheit der friedlichen Demonstrantinnen und Demonstranten.Ein mulmiges Gefühl im Bauch vieler Teilnehmer blieb nicht aus. Trotzdem wollte man die Demonstration durchführen, denn alles andere wäre ein Sieg derjenigen gewesen, die sie verhindern wollten, der Berliner Polizei im Auftrag der politisch Verantwortlichen, Handlanger des Kapitals und Kriegstreiber. Auch daran hat sich seit der Zeit der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht nichts geändert. Die Teilnehmerzahl der LLL-Demonstration 2021 war gemessen an den Umständen, unter denen sie wegen der Pandemiebedingungen durchgeführt werden musste, erstaunlich hoch. Einige tausend Menschen waren es, die schließlich über die Frankfurter Allee bis nach Friedrichsfelde zogen: Ein starkes Argument, das nachträglich noch einmal das Festhalten an der Durchführung der Demonstration als richtige Entscheidung des Organisationsbündnisses bestätigt.Stefan Natke

REICHSKRIEGSFLAGGE KEIN PROBLEM, BLAUHEMD UND FDJ-BANNER SIND FÜR DIE BERLINER POLIZEI DIE ZU BEKÄMPFENDEN SYMBOLE -Die aktuelle Berliner Polizei von “rrg“ (nicht überall, wo rot draufsteht, ist auch rot drin), steht der Noske-Polizei von damals nur wenig nach. Mit der falschen Begründung, die FDJ sei verboten und das Blauhemd sowie das FDJ-Abzeichen seien verfassungsfeindliche Symbole, prügelte die Berliner Polizei am Sonntag mit brutaler Gewalt auf Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration zu Ehren von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ein. Tränengas wurde gegen diejenigen eingesetzt, die sich solidarisch schützend vor den Block der FDJ gestellt hatten. Schließlich gelang es den Tätern in Uniform, in den Kern der Demonstration vorzudringen und die FDJler herauszuschleppen. Es gab Festnahmen und Verletzte, die Fahnen wurden den Mitgliedern der FDJ entrissen, die Blauhemden wurden ihnen ausgezogen, was bei Temperaturen um den Gefrierpunkt grob gesundheitsgefährdend war. Während des Angriffs der Polizei staute sich der Demonstrationszug, vorne ging es nicht weiter, hinten drangen Tausende nach, sodass die Corona-Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden konnten. Auch dies war eine unnötige und rechtswidrige Gefährdung der Gesundheit der friedlichen Demonstrantinnen und Demonstranten.Ein mulmiges Gefühl im Bauch vieler Teilnehmer blieb nicht aus. Trotzdem wollte man die Demonstration durchführen, denn alles andere wäre ein Sieg derjenigen gewesen, die sie verhindern wollten, der Berliner Polizei im Auftrag der politisch Verantwortlichen, Handlanger des Kapitals und Kriegstreiber. Auch daran hat sich seit der Zeit der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht nichts geändert. Die Teilnehmerzahl der LLL-Demonstration 2021 war gemessen an den Umständen, unter denen sie wegen der Pandemiebedingungen durchgeführt werden musste, erstaunlich hoch. Einige tausend Menschen waren es, die schließlich über die Frankfurter Allee bis nach Friedrichsfelde zogen: Ein starkes Argument, das nachträglich noch einmal das Festhalten an der Durchführung der Demonstration als richtige Entscheidung des Organisationsbündnisses bestätigt. Stefan Natke